Oslo Citytrip - Städtereise, Natur & Kultur in 3 Tagen

von Ulrike P. | mehr Artikel von | 18. Juni 2014 | Städtereisen | Keine Kommentare

Die Hauptstadt Norwegens bietet viele interessante Sehenswürdigkeiten und dazu noch eine Menge Natur, die einen Citytrip Oslo ins Land der Wikinger zum abwechslungsreichen Aufenthalt machen. Wer nach einem Kurzurlaub sucht und sich nicht zwischen Natur- oder Kulturtrip entscheiden kann, ist in Oslo genau richtig.

Tag 1: Grünerløkka, Grønland bis zum Hafen

Der erste Tag startet in Grünerløkka, dem ehemaligen Arbeiterviertel, in einem der zahlreichen Cafés, die hier an fast jeder Straßenecke zu finden sind. Entlang des Flusses Akerselva liegen viele historische Industriegebäude, die teilweise schon einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Ein Spaziergang entlang des Flusses lohnt sich.

Oslo Fluss Akerselva

Wasserfall im Fluss Akerselva

Angekommen in Grønland, Name eines Stadtviertels und einer Metro-Station, ist es nicht mehr weit in das Zentrum von Oslo – zur Karl Johans Gate. Die Straße führt geradewegs hinauf zum Schloß, vorbei am Nationaltheater und dem Parlamentsgebäude (Stortinget).

Oslo-karljohansgate

Karl Johans Gate mit Blick auf das Schloss

Wen das dunkle Backsteingebäude am Hafen interessiert, es ist das Osloer Rathaus und weithin sichtbar: zwei riesige Backstein-Türme stehen direkt am Hafen und werden von den Osloern gerne „Geitost“ (norwegische Spezialität: Brauner Ziegenkäse) genannt. Das Rathaus sollte auf jeden Fall auch von innen besichtigt werden – viele Monumentalgemälde zieren das Gebäude von innen und hier wird jährlich der Friedensnobelpreis vergeben.

Oslo_Rathaus

Rathaus von Oslo

Am Hafen angekommen wird man in den Bann der Stadt gezogen: Wasser, waldbedeckte Inseln und Halbinseln und eine alte Festung direkt neben dem Hafen. Zudem sieht man fast täglich ein anderes Kreuzfahrtschiff an- oder ablegen. Um sich zu stärken, bietet sich ein Snack zum Mitnehmen an, der dann entweder auf der Mauer der Festung mit bestem Blick auf den Hafen oder direkt auf einem Pier unten, verspeist werden kann.

Tag 2: Bygdøy, Strand und Vigeland-Park

Am zweiten Tag steht die Halbinsel Bygdøy und der Viegeland Park auf dem Programm. Es lohnt sich die Hinfahrt zur Halbinsel mit der Fähre vom Hafen aus. Von hier aus bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Hafenpromenade, Aker Brygge und die weiteren umliegenden Inseln.

Oslo Hafen

Blick auf Aker Brygge

Dort angekommen faszinieren große Häuser und Villen im skandinavischen Stil. Unser Weg führt uns vorbei am Wikinger Museum hinunter zum Strand. Dort lässt sich selbst an einem sonnigen Feiertag noch ein lauschiges Plätzchen zum Picknicken finden und dabei kann man die tolle Aussicht auf den Fjord genießen.

Oslo fjord

Blick vom Strand auf den Fjord

Zurück Richtung Zentrum geht es dann mit dem Bus Nr. 30. Am besten an der Haltestelle Frogner Kirke aussteigen, denn der Weg zum Park führt durch den Stadtteil Frogner, welcher durch herrschaftliche alte Stadthäuser geprägt ist.

Eine der meistbesuchten Attraktion Norwegens – der Vigeland Skulpturenpark – liegt ebenfalls in diesem Stadtteil und sollte bei einem Besuch in Oslo auf keinen Fall fehlen. Die Skulpturen und die gesamte Anlage sind beeindrucken. Hier gibt es auch noch einige Museen, wie das Ibsen Museum oder das Internationale Kinderkunstmuseum.

Oslo_vigeland Park

Skulptur im Vigeland-Park

Tag 3: Botanischer Garten, Munch Museum und Holmenkollen

Am dritten Tag starten wir ausgeschlafen mit einem Latte Macchiato im gemütlichen Café im Haus Tøyen im Botanischen Garten. Danach am Duftgarten vorbei und weiter zum Munch Museum wo wir uns natürlich die Highlights von Edward Munch anschauen. Von dort ist es nicht weit zur Metro Haltestelle Tøyen. Mit der Metro Linie Nr. 1 geht es von dort direkt zum Holmenkollen, dem Skigebiet und der Sprungschanze. Die Fahrt dauert eine Weile, bietet aber einen wunderbaren Ausblick auf den Fjord und umliegende skandinavische Häuschen – wenn man aus dem Tunnel herauskommt.

Auch im Sommer lohnt sich der Besuch der Schanze. Wer die Stufen empor erklimmt, wird mit einem Panorama Blick über Oslo entschädigt. Für Skiinteressierte gibt es hier das Skimuseum. Wer noch weiter in die Wälder Oslos laufen möchte, kann hier zu einem kleinen Walk starten, entlang der Skipisten. Bei der Gelegenheit ergibt sich dann noch der Stopp im Café Frognerseteren, welches in einem alten Blockhaus ist und 435 Metern über dem Zentrum liegt. Nicht weit entfernt ist die Metro-Station „Frognerseteren“, wo man wieder gemütlich zurück ins Zentrum fahren kann.

Als Abschluss unseres Oslo Citytrips haben wir natürlich noch die 2008 neu eröffnete Oper am Hafen besucht, die einem treibenden Eisberg nachempfunden ist. Ein architektonisches Highlight im sonst eher tristen Hafenbereich, welcher sich jedoch gerade noch im Umbau befindet.

Mein Fazit: Oslo hat mich als Stadt absolut überrascht und in seinen Bann gezogen. Ich würde auf jeden Fall 3 Tage einplanen, es gibt soviel zu sehen und macht Lust auf einen weiteren Norwegen Urlaub. Ich war sicherlich nicht das letzte Mal dort.

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