In Thailand hat sich schon Leonardo DiCaprio am Strand (aka „The Beach“) geräkelt und die thailändische Küche ist eine der besten weltweit – das ist allgemein bekanntes Wissen. Aber wusstest du auch, dass ganz Thailand pro Tag gleich zweimal für wenige Minuten die Arbeit niederlegt, dass es in Thailand für jeden Wochentag das farblich passende T-Shirt gibt und dass du besser nicht auf einen Geldschein trittst? Nein? Dann schau dir unsere skurrilen Fakten über Thailand an – denn egal ob skuril oder nicht, ein Trip in das Land des Lächelns lohnt sich immer!

1. Endlich (Zwangs-)Pause!

Foto von Evan Krause auf unsplash.com

Thailand liebt seine Nationalhymne. So sehr, dass das gesamte Land gleich zwei Mal pro Tag für wenige Minuten stillsteht. Sowohl morgens um 8 Uhr als auch abends um 18 Uhr ertönt im Radio und Fernsehen in ganz Thailand die Nationalhymne. Köche lassen den Löffel fallen. Kassierer stoppen das Band. Alles erhebt sich und lauscht andächtig der Melodie der Phleng Chat Thai. Wer nicht mitmacht, begeht sogar eine Ordnungswidrigkeit. Aber gut, ich bin ja persönlich ein sehr großer Fan von ein paar Pausen am Tag – wieso also nicht staatlich vorgeschriebene Pausen!

2. All hail the king!

König müsste man sein. Besonders in Thailand – denn da hört es sich nicht nur toll an König zu sein, sondern es ist es auch: So wurde Bhumibol Adulydej bis zu seinem Tod am 13. Oktober 2016 bis aufs Äußerste verehrt. Heute wird diese Ehre seinem Sohn, Maha Vajiralongkorn, zuteil. Tritt er im Fernsehen auf, steht das Land inklusive Urlaubern auf. Sein Bild hängt in öffentlichen Gebäuden, in Privathäusern – überall. Auch auf dem Geldschein ist der thailändische König abgebildet. Also vorsicht wo du hintritts – denn wenn sich ein Geldschein unter deinem Schuh befindet ist das Majestätsbeleidung in Thailand!

3. Eine bunte Woche

Trittst du an einem Mittwoch auf Koh Phi Phi im grünen T-Shirt auf, kann es durchaus vorkommen, dass dir Einheimische anerkennend zunicken. Und nein das liegt nicht daran, dass das mit der Fönfrisur heute mal ausnahmsweiße geklappt hat! Es liegt daran, dass du aus der Sicht der Thailander die perfekte Farbe für dein T-Shirt gewählt hast. Grün am Mittwoch – wie ein echter Thailänder. Denn im Königreich besitzt jeder Wochentag seine eigene Farbe. Der Montag ist gelb, der Dienstag rosa, der Mittwoch grün, der Donnerstag orange, der Freitag blau, der Samstag lila und der Sonntag rot. Für alle Unentschlossenen ist das doch eine tolle Neuigkeit, oder? Nie wieder Stunden vor dem Spiegel, Mittwochs ist ab sofort einfach Kermit-Tag!

4. Bangkoks offizieller Name? Aaaaaalso..

Das Bild vom Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte, plus #beautifulbangkok ist schnell getwittert. Ein wenig komplizierter gestaltet sich die Angelegenheit mit einem Bild vom Königspalast und dem Wat Phra Khaeo, dem Tempel des Smaragd Buddha plus #beautifulKrung ThepMahaNakhonAmonRattankosinMahintharaYutthayaMahadilokPhopNoppharatRatchathani BuriromUdomRatchaniwetMahaSathanAmonPhimanAwatanSathitSakkathattiyaWitsanukamPrasit. Mit seinen insgesamt 168 Buchstaben ist Bangkoks offizieller Name einfach zu lang für einen Tweet (bis die Höchstzahl an Zeichen offiziell auf 280 erhöht wird). Willst du per Kurznachricht dennoch ein wenig Insiderwissen vermitteln, nutzt du statt „Bangkok“ einfach „Krung Thep“ oder „Krung Thep Maha Nakhon“. So nennen Einheimische Ihre Hauptstadt, wenn sie nicht gerade mit einem Urlauber sprechen.

Übrigens: Übersetzt bedeutet „Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattankosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Maha Sathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit“ ganz einfach „Stadt der Devas, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [Smaragd-Buddha], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die den himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishvakarman gebaut wurde.“ Aber das war ja eigentlich klar.

5. Kleine Geisterhäuser

Nicht nur der Buddhismus spielt in Thailand eine zentrale Rolle, auch Geister haben ihren festen Platz im Alltag. Sie besitzen sogar eigene Häuser. Denn der Glaube an Geister ist in Thailand derart tief verwurzelt, dass vor jedem Haus ein kleiner Tempel aufgebaut ist. Vor diesem San Phra Phum, dem Schrein der Erdgeister, legen Thailänder Gaben nieder, um zu verhindern, dass sich die Geister in den Räumen einnisten, die sie selbst bewohnen. Grundlegend ja auch sehr verständnlich – wer will schon neben einem Geist aufwachen. Dann sollen die schon lieber in ihrem eigenen Bett schlafen.

6. Nix da Nackedei!

Grenzenlose Freiheit im Urlaub? Fast. Nur auf ein kleines Detail legen Thailänder dann doch wert. Wer das eigene Haus (oder Hotelzimmer) verlässt, zieht dafür gefälligst Unterwäsche an. Das besagt das Gesetz. Wer sich nicht dran hält und erwischt wird, riskiert eine Strafe. Sogar ein Kurzaufenthalt im Gefängnis liegt im Bereich des Möglichen – aber dann natürlich mit Unterwäsche! Doof also für alle Lieberhaber des Nackt-Urlaubens. Nackte Oberkörper sind in der thailändischen Öffentlichkeit – abgesehen vom Strand natürlich – nämlich nicht gern gesehen.

7. Willkommen in der „heißesten“ Stadt der Welt

Vor wenigen Jahren machte es die World Meteorological Organization offiziell: Mit 28 Grad Durchschnittstemperatur ist Bangkok die heißeste Stadt der Welt. Dabei geht es weniger um Spitzentemperaturen – in dieser Hinsicht können andere Städte mithalten – als um die Tatsache, dass die Temperaturen in der thailändischen Hauptstadt einfach immer warm ist. So richtig wollen die Temperaturen dort einfach nicht sinken. Weder in der Regenzeit, noch nachts – und schon gar nicht zu Weihnachten. Das wäre was für dich? Na dann los, hier gehts zu den 28 Grad!